virtualbox – einen gast ins LAN einbinden
Ich benutze zur Zeit neben Ubuntu 9.04 auch Windows 7 auf meinem Desktop Rechner. Ich muss zugeben, obwohl mir das neue Windows ganz gut gefällt, möchte ich lieber eine LAMP Umgebung zur Webentwicklung benutzen, auch unter Windows. Also warum nicht ein Ubuntu in einer virtuellen Maschine laufen lassen und den Apache und MySQL Server von Ubuntu nutzen.
Zur Virtualisierung benutze ich das konstenlose Virtual Box. Um mein Gast-System als vollwertigen Server zu nutzen, muss ich das virtualisierte Ubuntu in mein Netzwerk einbinden. Das System soll eine eigene IP im Netzwerk haben und auch von anderen Rechnern aus ansprechbar sein, als wäre es ein zusätzlicher Rechner im Netzwerk. Seit Virtual Box 2.2 soll dies sehr einfach sein – zumindestens laut Dokumentation. Man muss in den Einstellungen der virtuellen Maschine unter dem Punkt Netzwerk lediglich ein paar Einstellungen ändern. Wichtig ist, dass man unter dem Punkt Angeschlossen an Netzwerkbrücke auswählt. Als Netzwerk-Schnittstelle muss man die Netzwerkkarte auswählen, die an das lokale Netzwerk angeschlossen ist. Was in der Dokumentation leider nicht erwähnt wird, ist, dass der Bridge Modus nicht mit jedem virtuellen Adaptertyp funktioniert.
Standardmäßig arbeitet die Virtual Box mit dem Adaptertyp PCnet-Fast III, der bei meinen Bemühungen aber nicht als Bridge arbeiten wollte. Ich habe mich dann für die Intel PRO/1000 T Server entschieden – damit lief der Bridge Modus auf Anhieb. Man muss dem Netzwerkadapter im Gast-System dann einfach eine IP aus dem lokalen Netzwerk zuweisen, den Rest übernimmt VirtualBox. Über die zugewiesene IP ist die virtuelle Ubuntu Maschine dann auch von anderen Rechnern im LAN aus ansprechbar. Der Zugriff aufs Internet aus dem Gastsystem heraus funktionierte bei mir auch auf Anhieb. Ich habe unter Ubuntu dazu einfach die IP meines Routers als Gateway und DNS Server eingetragen.

