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		<title>Festplatte retten</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 15:56:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dennis</dc:creator>
				<category><![CDATA[linux]]></category>
		<category><![CDATA[dd]]></category>
		<category><![CDATA[ddrescue]]></category>
		<category><![CDATA[image]]></category>
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		<category><![CDATA[testdisk]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe heute verzweifelt einen Laptop in die Hand gedrückt bekommen: &#8220;Beim Booten erscheint Partitionstabelle ungültig &#8211; was soll ich machen?&#8221;. Erstmal ist wichtig nicht zu versuchen die Festplatte mit irgendwelchen Windows Tools wieder zu retten, denn wenn das schiefgeht sind die Daten vielleicht wirklich weg. Mein erster Schritt war also eine Ubuntu Live CD [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe heute verzweifelt einen Laptop in die Hand gedrückt bekommen: &#8220;Beim Booten erscheint Partitionstabelle ungültig &#8211; was soll ich machen?&#8221;.</p>

<p>Erstmal ist wichtig nicht zu versuchen die Festplatte mit irgendwelchen Windows Tools wieder zu retten, denn wenn das schiefgeht sind die Daten vielleicht wirklich weg. Mein erster Schritt war also eine Ubuntu Live CD zu booten und die gesamte Festplatte mit dem Linux Tool <code>dd</code> auf eine externe USB Platte zu sichern:</p>

<p><pre class="brush:bash">
dd if=/dev/sda of=/media/disk/sda.dd.img
</pre></p>

<p>Das dauert ein Weilchen, denn dd kopiert byte für byte genau wie die Daten auf der Festplatte stehen, alles in eine Datei. Dabei werden auch leere Bereich der Festplatte mitkopiert. Das heißt, dass eine 120GB Festplatte wie in meinem Fall &#8211; selbst wenn nur 10GB belegt sind &#8211; ein Image der Größe 120GB erzeugt.</p>

<p>Nachdem die Festplatte gesichert ist können wir das Problem etwas genauer analysieren. Mit sfdisk ersteinmal schauen, was von der Partitionstabelle noch übrig ist:</p>

<div><pre class="brush:bash">
sfdisk -d /media/disk/sda.dd.img 
Warnung: erweiterte Partition beginnt nicht an einer Zylindergrenze
DOS und Linux werden den Inhalt unterschiedlich interpretieren.
\# Partitionstabelle von /media/disk/sda.dd.img
unit: sectors

/media/disk/sda.dd.img1 : start=229197824, size=  5240832, Id= c, bootable
/media/disk/sda.dd.img2 : start=   241664, size= 20971520, Id= 7
/media/disk/sda.dd.img3 : start= 21213184, size=207982592, Id= 7, bootable
/media/disk/sda.dd.img4 : start=229195776, size=  5242880, Id= f
/media/disk/sda.dd.img5 : start=229197824, size=  5240832, Id= 0
</pre></div>

<p>Sieht ja garnicht so schlecht aus. Ich weiß, dass die Platte drei Partitionen hatte (es handelt sich um ein DELL Notebook, zwei der drei Partitionen sind von DELL angelegt, eine der angezeigten 5 Partitionen ist wohl eine erweiterte). Die Daten-Partition ist die Wichtige um die es mir geht. Woran man die erkennt? Es sollte eine der größeren Partitionen sein. Jetzt sind ein paar Grundkenntnisse über Festplatten-Partionierung und Dateisysteme vorteilhaft. Nach der Ausgabe von sfdisk vermute ich, dass es sich bei img2 um eine erweiterte Partition handelt (also nur um den Container für eine logische Partition). img3 scheint mir die Daten-Partition zu sein nach der ich suche.  Um diese Partition jetzt zu mounten, muss ich noch den richtigen Offset berechnen. sfdisk sagt mir, dass img3 bei &#8220;21213184&#8243; startet. Dieser Wert muss jetzt aber noch mit 512 multipliziert werden (Bei (S)ATA Platten ist ein Sektor 512 Byte groß). Der mount-Befehl sieht dann so aus:</p>

<p><pre class="brush:bash">
mount /media/disk/sda.dd.img /mnt/sda-3 -t ntfs-3g -o ro,loop,offset=10861150208
</pre></p>

<p>Bingo! Ich kann die Partition aus dem Image heraus lesen. Alle Daten scheinen da zu sein!
Jetzt kann ich mich an die Reparatur der Festplatte wagen. Dazu werde ich <a href="http://www.cgsecurity.org/wiki/TestDisk">TestDisk</a> benutzen, aber alle anderen (auch Windows Tools) sind jetzt auch in Ordnung &#8211; zur Not hat man ja ein komplettes Image der Festplatte das man zurückspielen kann.</p>
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